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Bauen Sie Ihr eigenes Cannabis an

Bauen Sie Ihr eigenes Cannabis an

Sie setzen die gekeimten Samen in die Erde und nach einigen Tagen linsen diese bereits aus der Erde hervor und entwickeln sich zu verzweigten, grünen Pflänzchen. Für mich ist das immer ein wunderschöner Moment. Ihre Pflan-zen sind immer noch klein und zerbrechlich, doch bald werden sie größer und stärker werden. Die Wachstumsphase ist essentiell wichtig für Ihre Pflanze. Ein gutes Wachstum ist viel wichtiger als das Erblühen. In der Wachstumsphase ebnen Sie den Weg für eine gute Ernte, was letztendlich die Größe und den Ernteertrag Ihrer Pflanze bestimmt. Also passen Sie gut auf Ihre Pflanze auf!

Vorwachstumsphase

In der Vorwachstumsphase lassen Sie Ihre Pflanze bis zu einer bestimmten Höhe wachsen. Um Ihre Pflanze in der Vorwachstumsphase zu behalten, müssen Sie sie ihr 18 Stunden lang Licht und 6 Stunden Dunkelheit über einen bestimmten Zeitraum hinweg gewähren (von einem Tag bis zu mehreren Wochen). Die Zeitschaltuhr der Lampe sollte auf 18/6 stehen. Die Pflanze kann so voll von der Lichteinstrahlung profitieren und fängt sowohl in die Breite als auch in die Höhe zu schießen. Je mehr Sie die Pflanze wachsen lassen, desto mehr Blätter wird sie an den starken Seitenästen entwickeln. Dank dieser Seitenäste wird sie noch schneller wachsen. Anfangs ist das Wachstum stets langsam, bis die Pflanze genug Blätter entwickelt hat, um eine gewisse Wachstumsrate aufrecht zu erhalten. Von diesem Moment an wächst die Pflanze um einiges pro Tag. Für ein gutes Vorwachstum müssen Sie alle Faktoren konstant kontrollieren.

Vorwachstumsdauer

Die Dauer des Vorwachstums, den Sie Ihren Pflanzen gewähren, hängt von der Anzahl der Pflanzen ab. Je weniger Pflan-zen Sie haben, desto mehr Vorwachstumstage können Sie ihnen gewähren. Der Gedanke dahinter ist, dass die Pflan-ze den gesamten Kultivierungsraum nutzen soll, ohne zu sehr anderen Pflanzen in die Quere zu kommen. Eine Can-nabis-Pflanze benötigt Platz, um Seitenäste zu entwickeln. Wenn Sie zu viele Pflanzen in einen Kultivierungsraum stellen, gehen Sie mehr in die Höhe als in die Breite und entwickeln sich nicht optimal. Wenn Sie fünf Cannabis-Pflanzen pro Quadratmeter haben, sollten Sie ihnen eine Vorwachstumsperiode von siebzehn Tagen gewähren, obwohl diese von Sorte zu Sorte variiert. Je mehr Pflanzen Sie pro Quadratmeter haben, desto weniger werden diese wachsen. Mit mehr als neuen Pflanzen pro Quadratmeter wird das Wachstum der Pflanzen ernsthaft eingeschränkt. Bei neun Pflanzen pro Quadratmeter ist eine Vorwachstumsphase von neun bis zwölf Tagen genug.

 Suzys Tipp: 

Es ist ein Anfängerfehler zu denken, dass die Ernte von der Größe der Pflanze abhängt. Tatsächlich fällt die Ernte bei zu großen Pflanzen etwas geringer aus.

Um so viel wie möglich aus Ihren Pflanzen zu machen, ist es ratsam, sie bis zu einer Größe von 60 bis 70 Zentimetern wachsen zu lassen. Und vergessen Sie nicht, dass manche Sorten nicht so groß werden. Einige Cannabis-Sorten bleiben eher klein, während andere sehr groß werden können. Wenn Sie Cannabis-Pflanzen kaufen, schauen Sie sich immer die Indica/Sativa-Rate an. Die meisten Cannabis-Sorten sind eine Kreuzung aus Indica und Sativa. Indica-Pflanzen tendieren dazu, klein und kompakt zu bleiben, und weisen dichtes Blattwerk auf. Sativa-Pflanzen dagegen werden größer und haben weniger Seitenäste, weshalb das Blätterwerk eher weniger dicht ist. Die Größe Ihrer Pflanzen hängt zudem von der Wattzahl Ihrer Lampen ab. Je höher die Wattzahl, desto mehr wird Ihre Pflanze wachsen. Wenn die Pflanze zu groß ist, dringt das Licht nicht zu den unteren Teilen der Pflanze durch. Sie wird nicht genug Licht erhalten und nur der obere Teil wird sich gut entwickeln.

Wachstumsmedium

Verschiedene Substrate bieten eine unterschiedliche Wachstumsge-schwindigkeit. Die gängigsten Substrate sind Erde, Kokos und Hydro (Wasserkultivierung). Jedes Substrat hat seine eigenen Qualitäten sowie Vorteile und Nachteile.

Erde
Erde ist das perfekte Medium für Anfänger, weil sie bereits Nährstoffe enthält und sie nicht so sehr angereichert werden muss. Indem Sie mit Erde experi-mentieren, werden Sie Ihr Anbauwissen erweitern. Wenn Sie Ihre Pflanzen in Erde kultivieren möchten, sollten Sie darauf achten, welche Art von Erde Sie kaufen. Die Auswahl ist unerschöpflich. Sie können sich für die günstigste Option entscheiden, die Sie in jedem Gartencenter finden. Es ist möglich, Ihre Pflanzen darin zu kultivieren, doch vor allem Anfänger können hier auf Probleme stoßen. Diese Art von Erde enthält nicht genug Nährstoffe für Cannabis-Pflanzen, ist nicht locker genug, trocknet schnell aus und wird schnell hart. Gute, luftdurchlässige Erde ist wichtig für die Entwicklung der Wurzeln Ihrer Cannabis-Pflanze und wird Ihre Pflanze stärker und gesünder machen. Sie können Perlite hinzufügen (kleine, weiße Steine), um die Erde lockerer zu machen, doch warum Dinge komplizierter machen als sie sind?

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Ich bevorzuge es, Erde in einem spezialisierten Fachgeschäft zu kaufen, die es überall auf der Welt gibt. Dort können Sie gute Erde kaufen, die sich besonders für den Anbau von Cannabis eignet. Diese hochqualitativen Mischunge sind locker, dank der enthaltenen Perlite, und enthalten genug erforderliche Nährstoffe. Zugegeben, sie ist etwas teurer. Doch Sie sollten bereit sein, etwas mehr für Qualität zu bezahlen. Der größte Vorteil von guter Erde ist, dass Ihre Pflanze minimale Pflege benötigt. Gute Erde ist sehr wichtig für Ihre Pflanze, wenn Sie also Geld sparen möchten, tun Sie das nicht am falschen Ende.wenig Zusatzpflege. Guter Boden ist äußerst wichtig für Ihre Pflanze, also wenn Sie Geld sparen möchten, sparen Sie nicht am falschen Ende. Wenn Ihr Budget es Ihnen nicht erlaubt, gute Erde zu kaufen, dann ist die beste Option Aushuberde. Dies ist eine teurere Erdmischung von besserer Qualität. Verwenden Sie auf keinen Fall Komposterde, die für Blumen gedacht ist, denn diese Art von Erde ist säurehaltig für Cannabis-Pflanzen.

 Suzy's tipp

 Suzys Tipp:  


Cannabis-Pflanzen gedeihen in fast jeder Art von Erde gut, denn letztendlich ist es immer noch eine Grasart. Doch wenn Sie Ihre Pflanze verwöhnen, wird sie Sie mit einer reichen Ernte beloh-nen Kokos


Sie können Ihre Pflanzen auch in Kokos kultivieren. Kokos ist sehr leicht und dank der sauerstoffreichen Fasern hat die Pflanze eine hervorragende Grundlage. Ihre Pflanzen werden stärker und belastbare Seitenäste werden gebildet. Der Nachteil: Kokos enthält keinerlei Nährstoffe, weshalb Sie früh flüssige Nährstoffe zuführen müssen. Seien Sie vorsichtig, denn es besteht auch ein Risiko der Überdüngung. Überdüngung kann auf die Anhäufung von Salzen, die in der Nährlösung sind, zurückgeführt werden. Wenn Sie eine zu hohe Dosis Nährstoffe zuführen, kann die Pflanze diese nicht gut aufnehmen. Die Blätter weisen hässliche Streifen auf, trocknen aus und sterben. Was Sie dann tun können: Waschen Sie das Medium. Glücklicherweise ist Kokos einfach in der An-wendung und schwer zu überdüngen.

  Suzys Tipp:

Wenn Ihre Pflanze dunkelgrüne Blätter hat, heißt das, dass ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie mehr Nährstoffe hinzufügen sollen, warten Sie besser, bis die Blätter hellgrün werden. Warten Sie allerdings nicht zu lange, sonst färben sich die Blätter gelb.

Hydro (Wasser)
Um auf Wasser anzubauen, brauchen Sie ausreichende Kenntnisse und Erfahrung. Ich habe jahrelang mit Erde und Kokos angebaut, bevor ich mich an die Hydro-Kultivierung heranwagte. Es ist äußerst wichtig, den EC- und pH-Wert zu überwachen. Sie müssen in der Lage sein, das Aussehen der Pflanze zu deuten und entsprechende Nährstoffe zuführen. Die Pflanze reagiert sofort auf das, was Sie machen, also gibt es nicht viel Spielraum für Fehler. Diese Methode eignet sich wirklich nur für erfahrene Anbauer. Wenn Sie wissen, was Sie machen, können Sie eine gute Ernte mit dieser Anbaumethode erreichen. Solange Sie es richtig machen ermöglicht Ihnen der Anbau im Wasser die schnellsten Wachstumsraten. Dies lässt sich auf den hohen Sauerstoffgehalt zurückführen, den d ie Wurzeln aufnehmen können. Der Wasseranbau ist um einiges arbeitsintensiver als die Kultivierung in Erde oder Kokos, doch sobald Sie die Methode beherrschen, wird alles rei-bungslos funktionieren. Sie sind allerdings von elektrischen Vorrichtungen abhängig, und wenn diese versagen oder es einen Stromausfall gibt, haben Sie ein Problem.

Wurzelstimulatoren

Fast jeder Anbauer, den ich ken-ne, verwendet Wurzelstimulatoren, um ein kraftvolles Wachstum zu erreichen. Ein kleiner Samen hat wenige Wur-zeln, doch Sie möchten, dass die Pflanze möglichst viele Wurzeln bildet. Ein Wurzelstimulator gibt den Wurzeln Wachstumsimpulse. Wichtig:Stimulatoren können unter Umständen der Grund sein, warum auch andere Pflanzen in Ihrer Erdmischung wachsen. Generell werden flüssige Wurzelstimulatoren verwendet, welche von verschiedenen Herstellern erhältlich sind. Der Wurzelstimulator muss mit Wasser verdünnt werden. Verwenden Sie den Wurzelstimulator nicht in Kombination mit Flüssigdüngern, denn dies würde die Wirkung des Stimulators zur Nichte machen. Vermischen Sie den Wurzelstimulator auch nicht mit Nährstoffen. Der Stimulator solle in den ersten Tagen des Lebenszyklus der Pflanze hinzugefügt werden. Sie können auch förderliche (symbiotische) Pilze hinzufü-gen, um das Wachstum der Wurzeln anzuregen. Diese Pilze sind oft in Puderform im Handel erhältlich und müssen mit Wasser gemischt werden.

Feuchtigkeit

Um die Wachstumsperiode einzuschränken, müssen Sie ein geeignetes Feuchtigkeitsniveau erreichen. Dies lässt sich einfach durch einen Eimer Wasser oder nasse Handtücher erreichen, doch ein Befeuchter ist am effektivsten. Mit einem Hygrostat oder einem Thermo-Hygrostat können Sie das Feuchtigkeitsniveau kontrollieren. Während der Wachstumsphase sollten Sie ein Feuchtigkeitsniveau von 80 % aufrechterhalten. Bei diesem Feuchtigkeitsniveau entwickeln sich die Pflanzen sehr schnell und Sie können die Wachstumsphase einschränken.