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Probleme bei der Ernte: Krankheiten und Schimmel

Krankheiten

Pflanzen sind Lebewesen und sie bleiben gesund, wenn Sie eine gute, klimatische Umgebung für sie schaffen. Die wichtigsten Faktoren für das Wachstum Ihrer Can-nabis-Pflanze habe ich bereits zuvor erwähnt, nämlich: Luft, Licht und Erde. Außerdem ist eine möglichst saubere Umgebung von Vorteil. Nichtsdestotrotz ist es möglich, dass Ihre Pflanze krank wird. Auch meine Pflanzen werden von Zeit zu Zeit krank. Eine weit verbreitete Krankheit sind Mangelerscheinungen, bei denen den Pflanzen Nährstoffe fehlen.

Kaliummangel

Kalium ist in der gesamten Pflanze enthalten und kontrolliert die vielfältigen Prozesse (wie zum Beispiel den Kohlenhydrat-Stoffwechsel). Es ist für den Transport aller Art von Substanzen in der Pflanze essentiell. Außerdem stellt es Wachstumsstärke und Qualität sicher. Im Falle eines Kali-um-Mangels verlangsamt sich der Verdunstungsprozess, weshalb die Temperatur im Blatt sich erhöht und die Zellen verbrannt werden.

Symptome bei Kalium-Mangel
Kalium-Mangel lässt sich besonders an den Blatträndern erkennen (Rand-Krankheit). Sie ändern die Farbe und zeigen Anzeichen von Nekrosis. Bitte beachten Sie, dass Kalium-Mangel nicht nur durch das Beobachten der externen Symptome diagnostiziert werden kann, denn abgestorbene Blattränder können auch beispielsweise bei einer geringen Umgebungsfeuchtigkeit auftreten.

Gründe für Kalium-Mangel:

  • Nicht genug oder falsche Düngung.
  • Anbau in kaliumbindender Erde.
  • Salzüberschuss (Sodium) in der Wurzelumge-bung.

Lösungen bei Kalium-Mangel:

  • Verwenden Sie spezi-elle Cannabis-Nährstoffe.
  • Fügen Sie selbst Kalium hinzu.
  • Fügen Sie eine Auswahl an Traubenextrakte hinzu.

Suzy's tipp Suzys Tipp:

Geben Sie nicht zu viel Kalium hinzu, denn dies könnte zu einer Beschädigung der enthaltenen Salze sowie zu Kalzium- und Magnesium-Mange sowie einer Übersäuerung der Wurzelumgebung führen.

Phosphor-Mangel

Phosphor ist für Zellveränderungen und den Energietransfer in der Pflanze zuständig. Für die Zellwände, DNA-Proteine und Enzyme ist es essentiell. Besonders für junge Pflanzen ist Phosphor wichtig.

Symptome bei Phosphor-Mangel
Phos-phor-Mangel äußert sich durch lila/schwarze, absterbende Blattteile, die das Blatt deformieren und es wellig werden lassen.

Gründe für Phosphor-Mangel:

  • Die Um-gebungstemperatur ist zu gering.
  • Der pH-Wert ist zu gering.
  • Schlechte Nähr-stoffversorgung der Pflanzen.

Lösungen für Phosphor-Mangel:

  • Im Falle eines hohen pH-Wertes können Sie das Medium mit einer verdünnten Lösung aus Phosphorsäure ansäuern.

Suzy's tipp Suzys Tipp:

Nachdem ein Mangel festgestellt wur-de, hat die Düngung mit phosphorhaltigen Düngern wenig bis gar keine Auswirkungen, denn das Vorhandensein von Phosphor ist während der Wachstumgsphase am wichtigsten. Also verwen-den Sie von Anfang an geeignete Erde und guten Dünger. Phosphorhaltige Dünger sind: Guano, Knochenmehl, Blutmehl, Thomas-Phosphate und Tierdung.

Kalzium-Mangel

Kalzium ist ein essentielles Element, sowohl für Pflanzen als auch für Tiere. Es ist in der gesam-ten Pflanze präsent und für viele Prozesse verantwortlich, doch vor allem für das Wachstum sehr wichtig.

Symptome von Kalzium-Mangel
Kalzium-Mangel ist zuerst an den äl-teren, oberen Blättern sichtbar. Sie weisen gelbe/braune Punkte und scharfe, braune Ränder. Das Wachstum verlangsamt sich oftmals und bei einem ernsthaften Mangel bleiben die oberen Teile klein und dünn.

Gründe für Kalzium-Mangel:

  • Nicht genug oder falsche Düngung.
  • Kultivierung in kalziumbindender Erde.
  • Zu Ammonium, Kalium, Magnesium und/oder Sodium in der Wurzelumgebung.
  • Verdunstungsprobleme aufgrund der hohen elektrischen Leitfähigkeit oder zu hohe/zu niedrige Umgebungsfeuchtigkeit.

Lösungen bei Kalzium-Mangel:

  • Starten Sie mit gutem, nicht zu saurem Boden und den richtigen Nährstoffen.
  • Im Falle von einer zu hohen, elektrischen Leit-fähigkeit, waschen Sie es oder führen Sie sauberes Wasser von Zeit zu Zeit hinzu.
  • Verbessern Sie die Qualität der Erde, indem Sie Dolomitgestein, Gips, kalziumaktiviertes Ka-lium, kalziumaktiviertes Magnesium, Thomas-Phosphate, Dreifach-Superphosphate oder Kalzi-um-Nitrate hinzufügen.
  • Geben Sie Extra-Kalzium über flüssige Kalkpräparte (wie zum Beispiel Kalziumnitrat-Lösung) als Nährstofflösung.

Suzy's tipp Suzys Tipp:

Seien Sie vor-sichtig, denn zu viel Kalzium ist nicht gut für die Pflanze und könnte in einer dunklen Färbung, eingeschränktem Wachstum und einem Mangel an Mangan, Zink und Kupfer resultieren.

Sulfur-Mangel

Sulfur befindet sich in der Pflanze, den Samen und der Zell-flüssigkeit. In Form von Sulfaten ist es essentiell für die Erde und im Wassersystem der Pflanze. Wenn Sie draußen anbauen, werden Sie aufgrund des sauren Regens keine Probleme mit Sulfur-Mangel haben.

Symptome bei Sulfur-Mangels
Sulfur-Mangel kann an der hellgrünen/gelben Verfärbung erkannt werden, die sich vor allem bei älteren Blättern zeigt.

Gründe für Sulfur-Mangel

  • Ein zu hoher pH-Wert und zu viel Kalk.
  • Eine falsche Nährstoffzusammensetzung.

Lösungen für Sulfur-Mangel

  • Prüfen Sie den pH -Wert und verringern Sie ihn, falls nötig.
  • Geben Sie nicht organische Dünger wie Bittersalz und Kieserit hinzu.
  • Organische Dünger wie nachbereiteter Pilzkompost und Tierdung.

Eisen-Mangel

Eisen ist wichtig für den Stoffwechsel der Pflanze sowie für die Produktion von Chlorophyll. Für die Pflanze ist es schwierig, Eisen zu absorbieren, sie kann dies nur unter den richtigen Bedingungen. Cannabis-Pflanzen weisen fast nie einen Eisenmangel auf, nur im Falle von schnellem Wachstum oder hohen Stress-Levels kann ein Mangel auftreten, der sich aber in aller Regel selbst wieder ausgleicht.

Symptome bei Eisenmangel
Eisenmangel lässt sich an der starken Gelbfärbung von jungen Blättern sowie den Rötungen zwischen den Blattadern erkennenn. Im Fall eines ernsthaften Mangels verfärben sich die älteren Blätter und kleineren Venen ebenfalls und sterben ab.

Gründe für Eisen-Mangel:

  • Der pH-Wert in der Wurzelumgebung ist zu hoch.
  • Hoher Mangan- und Zinkanteil in der Wur-zelumgebung.
  • Eisenkonzentration in den Wurzelumgebung ist zu gering.
  • Die Erde ist zu nass, weshalb die Sauerstoffverteilung in der Wurzel verlangsamt wird.
  • Das Wurzelsystem funktioniert nur schlecht aufgrund beschädigter, infizierter oder toter Wurzeln.
  • Zu viel Licht scheint auf den Nährstoff-Tank, weshalb sich Algen entwickeln (Algen verbrau-chen Eisen) und die Eisen-Chelate entfernt werden.

Lösungen für Eisen-Mangel

  • Verringerung des pH-Wertes in der Wurzelumgebung.
  • Blattdüngung mit Eisen-Chelate, Lösungen für EDDHA-Chelate oder EDTA-Chelate.
  • Erhöhen Sie die Temperatur.
  • Reichern Sie die Erde mit organischem Dung wie zum Beispiel Mist, Hühnerdung oder Pilzkompost in der ersten Phase der Kultivierung an.

Schimmelpilze

Schimmelpilze sind sehr gefährlich für Ihre Cannabis-Pflanze. Sie kön-nen Ihre Produktion sowohl quantitativ als auch qualitativ verringern. Anders wie bei tierischen Krankheiten, kann der Schimmel Ihre Pflanze zerstören. Schimmelpilze brauchen Ihre Pflanze nicht, um zu überleben und Schimmelspuren können eine extrem lange Zeit aktiv bleiben, nicht nur in der Erde, sondern auch an Wänden, in Kleidung und in der Luft. Geschwächte Pflanzen sind besonders anfällig für Schimmelkontamination. Einige Schimmelpilze sind auch für Men-schen gefährlich, weil sie Toxine produzieren, die gesundheitsschädlich sein können. Es gibt viele verschiedene Arten von Schimmelpilzen, sowohl auf den Pflanzen als auch in der Erde. Auf die bekanntesten Schimmelarten werde ich näher eingehen.

Pythium

Eine verbreitete Schimmelform unter Cannabis-Pflanzen ist Pythium. Dieser Schimmelpilz ist für das Verrotten der Wurzeln und des unteren Teiles des Stammes verantwortlich. Junge Pflanzen und Schnitt-pflanzen sind sehr anfällig für Pythium. Bei einem sehr schweren Befall bekommen die Pflanzen die 'Umkipp-Krankheit'. Pythium kann an der braunen Verfärbung der Rinde am unteren Teil des Stammes erkannt werden. Anfangs kann der braune Belag noch einfach entfernt werden, doch später setzt sich der Verrottungsprozess in der gesamten Pflanze fort.

Mehltau

Mehl-tau ist ein Schimmelpilz, der oft bei Pflanzen auftritt, die schnell wachsen und kann für die Verrot-tung der oberen Teile verantwortlich sein. Weiß/graue Schimmelflusen, die die verschiedenen Pflanzenteile bedecken, sind charakteristisch für Mehltau. Es wird zwischen echtem und falschem Mehltau unterschieden. Echter Mehltau ist puderähnlich und bildet Schimmelnester auf der Blattoberfläche, während falscher Mehltau Flusen an der Unterseite der Blätter bildet.

Botrytis

Botrytis ist ein Schimmelpilz, der oft bei schnell wachsenden Pflanzen auftritt. Wenn Ihre Pflanze infiziert ist, wird Ihre Pflanze grau-blaue Flusen aufweisen. Diese Pilz nutzt Schäden an der Pflanze aus, die der Anbauer (bewusst oder unbewusst) verursacht hat.

Schimmelpilze abhalten (präventiv)
Vorsorge ist besser als Nachsorge, also halten Sie die Chancen für eine Schimmelinfizierung so gering wie möglich, indem Sie möglichst sauber kultivieren, das Klima für die Pflanzen vorsichtig regulieren, eine konsistente Bodentem-peratur gewährleisten, eine gute Umgebungsfeuchtigkeit aufrecht erhalten sowie provisorisch zu Sprühen oder die Pflanzen zu ändern, indem die Gene der verschiedenen Pflanzen gekreuzt werden. Vorsorgliches Sprayen gegen Schimmel sollte alle 5 bis 7 Tage stattfinden.

Schimmelpilze kontrollieren (heilend)
Wenn Ihre Cannabis-Pflanze mit Schim-mel infiziert ist, können Sie diesen auf verschiedene Weise kontrollieren: auf natürliche Weise, chemisch oder dynamisch. Wenn Sie den Schimmel durch Sprayen kontrollieren, ist es äußerst wichtig, dass Sie die Pflanze gründliche einsprühen, einschließlich des Ober- und Unterseite der Blätter. Während der ersten Wochen sollten Sie täglich sprühen, danach sollten für 2 bis 3 Wo-chen weitersprühen, allerdings abhängig davon, wie stark die Infektion ist. Echter Mehltau kann leicht kontrolliert werden, indem Sie die Pflanze mit einer Mischung aus Milch und Wasser ein-sprühen. Die Konzentration muss mindestens 10 %, doch weniger als 30 % sein, um das Risiko von anderen Schimmelformen zu vermeiden. Eine weitere Behandlungsmethode ist die Anwen-dung von Sulfur. Dies geschieht durch sogenannte Sulfur-Verdampfer. Sulfur ist sehr effizient bei Mehltau, doch seien Sie vorsichtig: Das Einatmen von Sulfur ist sehr ungesund. Ein weitere Nachteil: viele Insekten, die als Fungizid arbeiten, sterben ebenfalls und es bildet sich eine Schicht auf Ihrer Pflanze, die sich nicht so einfach entfernen lässt. Der beste Weg, Schimmelpilzen zu begegnen, ist jedoch die Verwendung eines Wurzelstimulators.